Walther-von-der-Vogelweide-Preis

„Walther-von-der-Vogelweide-Preis“

Rund dreißig Jahre ist er durch die Welt des Mittelalters gezogen, der Barde Walther von der Vogelweide, bis er schließlich seine Zelte in Würzburg, der Bischofsstadt am Main, aufschlug. Kurz vor der Zeit seiner Geburt war die Stadt auch Sitz eines Herzogtums geworden und hatte damit die zwei machtvollen Säulen des Mittelalters in ihre Mauern beschlossen: „Sacrum imperium“ – geistliche und weltliche Macht. Der, dem die Stadt am Main zum Altersruhesitz werden sollte, hatte sein ganzes Leben in seinen Gedichten und Liedern gezeigt, daß ihm nichts Menschliches fremd und nichts Mächtiges unantastbar blieb.

Wenn nun die „Songs an einem Sommerabend“ in ihrem 32. Jahr nach Würzburg gewandert sind, eine Veranstaltung voller Lyrik, Poesie, leisen aber auch kraftvollen Tönen und Schwingungen, alles Menschliche besingend, so manchem Unmenschlichen aber auch Kunde und Klage verleihend, dann möchten sie der Stadt und ihrem berühmten Ruheständler ihre Referenz erweisen durch einen Preis, der den Namen Walthers von der Vogelweide tragen soll.

Ein Kuratorium wird die Wahl treffen und es wird jährlich einen Künstler für sein langjähriges Engagement und damit für sein Lebenswerk ehren, es wird einen Poeten fördern, der Lieder schreibt, die Brücken bauen und es wird einen singenden Barden würdigen, der Lieder gegen Haß, Diskriminierung und Ausgrenzungen schreibt.