Songs an einem Sommerabend – das Original

im Park des Klosters Himmelspforten · Würzburg

Freitag, 29. / Samstag, 30. Juni 2018 um 19 Uhr

Die Tradition des Liedermacher-Festivals „Songs an einem Sommerabend – das Original“ wird ab 2018 im Park des Klosters Himmelspforten Würzburg (Unterfranken) fortgeführt. Das traditionelle Liedermacher-Festival fand 30 Jahre lang (von 1987 bis 2016) auf Kloster Banz statt. Nach einem Jahr Urlaub in Südtirol kehren die „Songs an einem Sommerabend“ im Sommer 2018 zurück nach Deutschland: mitten in Europa in Franken – in der Stadt des Urvaters der Liedermacher Walther von der Vogelweide – der Mainmetropole Würzburg.

Songs an einem Sommerabend 2018

Der Spielort im Kloster Himmelspforten zu Würzburg ist ein Ort der Stille, bei dem man auf der Wiese und auf Stühlen den leisen Liedern – die vor allem von ihren Texten leben – träumen, schlendern und nachdenken kann. Der Rahmen des Festivals ist kleiner geworden und kommt damit der Intimität der Lieder, die vor allem von ihren Texten leben, entgegen. Das Programm soll damit in Zukunft zurück zu den Wurzeln.

Die „Songs an einem Sommerabend“ möchten mit den zwei Konzerten – wie seit vielen Jahren – Liedermacher einladen, die Geschichten erzählen. Das Programm 2018: Songs, die Brücken bauen – Lieder gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung – Chansons mit vielen Schwingungen und Stimmungen.



Es singen und spielen:

Heinz Rudolf Kunze - Songs an einem Sommerabend 2018

Heinz Rudolf Kunze
Der vielseitigste der singenden Poeten in Deutschland.

Seine unzähligen erfolgreichen Ohrwurm-Hits wie „Dein ist mein ganzes Herz“, „Mit Leib und Seele“ oder „Hunderttausend Rosen“ machten ihn berühmt. Die Songs von Heinz Rudolf Kunze sind sehr vielseitig – nachdenklich oder humoresk, rockig oder emotionsgeladen - aber in allen Liedern steckt vor allem eines: Leidenschaft! Seit mehr als 30 Jahren steht der Musiker, Germanist, Literat, Übersetzer und Musikjournalist aufder Bühne. Nun wird es durch die Nähe zum Publikum noch persönlicher. Freuen Sie sich auf alte und neue Lieder in einem neuen Gewand!

 

Giora Feidman & Gitanes Blondes
Der große alte Herr der Klezmer-Musik – ein lebendiges Stück Musikgeschichte.

Giora Feidman - Songs an einem Sommerabend 2018

Der Maestro und seine vier Musiker werden bei den „Songs an einem Sommerabend“ eine Schatzkiste mit Perlen des Klezmers und der Musik des Balkan, mit Celtic-, Gypsy- und Latinoklängen öffnen. Aus der Vielfalt von traditionellen und zeitgenössischem Material als Dialog zwischen verschiedenen Generationen und Nationen haben Feidman und Gitanes Blondes ein wunderbar frisches Programm zusammengestellt: eine ausgelassene, sogar tanzbare Sammlung aus „Frylachs“, fröhlichen Liedern, traurigen Weisen und wilden Tänzen. Kurzweilig und spannend, mal zum Träumen, mal zum Lachen. Ein Programm zwischen leidvoller Melancholie und halsbrecherischer Virtuosität.

 

Manfred Maurenbrecher & Richard Wester
Der Geschichtenerzähler am Klavier mit Texten, die von Sprachwitz und Ironie funkeln und der Multi-Instrumentalist am Saxophon.

Manfred Maurenbrecher & Richard Wester - Songs an einem Sommerabend 2018

Die Wege der beiden ungewöhnlichen Solisten kreuzen sich seit 1989 immer wieder in gemeinsamen Projekten. Für ihr Programm „Das Duo Maurenbrecher & Wester“ erhielten sie 1992 den Deutschen Kleinkunstpreis; die Jury sprach von einem „außergewöhnlichen Arrangement von Text und Musik, das in seiner verspielten Musikalität die zeitgenauen Texte treffend illustriert…“ Von 2007 bis 2014 tourten die beiden Individualisten zusammen mit dem österreichischen Sänger George Nussbaumer als Trio im gefeierten „Randy-Newman-Projekt“, dazwischen und danach: 25 Jahre „Nacht der Lieder“ in Flensburg und Hamburg, junge Nächte der Lieder oder einzelne Duo-Konzerte in periodischen Abständen - es sind immer wieder diese ungewöhnlichen und intensiven musikalischen Begegnungen.

 

Carminho
Die neue Prophetin des Fado aus Portugal.

Carminho - Songs an einem Sommerabend 2018

Die junge Fadista gilt schon seit ihrem mit Platin ausgezeichneten Debütalbum „Fado“ als musikalische Offenbarung, und so nannte das Time Out Magazine das Album „das beeindruckendste Fado-Debüt in Jahrzehnten“. Mit dem Nachfolger „Alma“ kam dann auch der internationale Durchbruch: Nach einem Platz 1 in den portugiesischen Albumcharts, in denen es sich volle zwei Jahre hielt, und einer Top-5-Platzierung in den spanischen iTunes-Charts trat sie ihre Reise nach Brasilien an, wo die Portugiesin auf offene Ohren traf und stür-misch gefeiert wurde. Auch wenn Carminho dem Fado musikalisch einen frischen Wind beschert, bleibt ihre Musik untrennbar verbunden mit der Sonne, dem Meer, der Liebe und der Sehnsucht.

 

Dominik Plangger & Claudia Fenzl
Der populärste deutschsprachige Liedermacher aus Südtirol.

Dominik Plangger - Songs an einem Sommerabend 2018

Ein Künstler, der etwas zu sagen hat. Ob es sich um die Gesellschaft, um Politik oder einfach um Probleme des alltäglichen Lebens handelt - stets gelingt es dem Liedermacher, seine Themen auf den Punkt zu bringen. „Sie lügen immer noch und halten uns dumm, so manche Heuchler, die uns verwalten.“ Der Liedermacher wurde 1980 in Südtirol geboren, macht seit frühester Jugend Musik, zählt unter anderem Bob Dylan, Townes Van Zandt und Arlo Guthrie, aber auch Liedermacher wie Wecker, Wader und Mey zu seinen Einflüssen. Er singt unter anderem politisch sehr engagierte Lieder gegen Rassismus, Faschismus, emotionale Kälte und Diskriminierung. Zugleich ist er ein Poet und Sänger, der sein Publikum sehr zu bewegen und zu berühren weiß – und das auch gerade, weil er stets authentisch bleibt.

 

Carolin No & Friends
Lieder, die mitten ins Herz treffen, ohne dass der Verstand still steht.

Carolin No - Songs an einem Sommerabend 2018

Hinter dem Namen stehen die beiden Singer-Songwriter Carolin und Andreas Obieglo. Die beiden miteinander verheirateten Künstler leben – nach Stationen in Berlin und den USA – wenn sie nicht gerade auf Tournee sind in der Nähe von Würzburg, wo sie ihre Songs schreiben und produzieren. Das Duo, das von der Fachpresse hochgelobt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, veröffentlichte bisher elf gemeinsame Alben mit vorrangig englisch- und deutschsprachigen Liedern und feiert 2018 sein 11jähriges Jubiläum. Carolin No traten unter anderem mit Künstlern wie Konstantin Wecker, Reinhard Mey und Hannes Wader sowie Joan Armatrading und Suzanne Vega auf.

 

Matthias Brodowy (Moderation & mehr)
Einer, der versteht, Brücken von der Bühne zum Publikum zu bauen.

Matthias Brodowy - Songs an einem Sommerabend 2018

Matthias Brodowy steht seit 1989 auf der Kabarettbühne, zunächst in einem Schüler-, bzw. Studentenensemble, seit über 15 Jahren tourt er als Solist quer durch Deutschland. Für das erste seiner acht Soloprogramme wurde er von Hanns Dieter Hüsch mit dem niederrheinischen Kabarettpreis „Das schwarze Schaf“ ausgezeichnet. Es folgten insgesamt 15 weitere Kabarettpreise, darunter im Jahr 2000 der „Prix Pantheon“ und 2013 der „Deutsche Kleinkunstpreis“ in der Sparte Chanson. Denn Brodowy ist nicht nur Wortakrobat, sondern mit Leib und Seele auch Musiker. Als ausgebildeter Organist fühlt er sich überall dort zuhause, wo er Tasten vorfindet.

 

„Die Neuen von den Songs“
Nachwuchspreisträger des „Walther-von-der-Vogelweide-Preises“

Künstlerische Leitung: Ado Schlier

Programmänderungen vorbehalten.


Alle Künstler treten an beiden Abenden auf.

Oft gibt es Anfragen über den Ablauf der Veranstaltung. Mit den unnummerierten Wiesenkarten, die in diesem Jahr 58 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr, Bearbeitungs- und Versandspesen kosten, sitzt man auf der Wiese. Es ist sinnvoll, sich regen- und sonnensicher auszustatten. Es wird empfohlen zum Sitzen Decken und Kissen mitzubringen.

Die Plätze auf den Stühlen, die in diesem Jahr 72 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr, Bearbeitungs- und Versandspesen kosten sind ebenfalls unnummeriert. Es ist aus diesem Grunde sinnvoll, nicht zu spät anzureisen. Der Einlass ist ab ca. 17 Uhr.


Die Kunst der Liedermacher

Die alte Kunst der Liedermacher von Walther von der Vogelweide, Konrad von Würzburg und Oswald von Wolkenstein – erfunden in der ersten Hälfte des letzten Jahrtausends – wurde in allen Epochen gepflegt. In den 60er Jahren erlebte das Singen von Texten, die auch Inhalte und Geschichten erzählen, ein großes Revival. Von Amerika ausgehend erreichte diese Kunst bald auch den deutschsprachigen Raum. Als sich Wolf Biermann den Begriff Liedermacher einfallen ließ, hatte das neue Musenkind, das bis dahin mit Chanson umschrieben wurde, auch einen Namen.